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DEUTSCHKURSE Der vif führte von 1992 bis 1995 im Raum Unna/Hamm Sprachkurse für Spätaussiedler, Kontingentflüchtlinge und Asylberechtigte im Auftrag der Arbeitsverwaltung durch. Auch die Landesstelle Unna-Massen war an der Teilnehmergewinnung für unsere Maßnahmen beteiligt. Einmalig in NRW boten wir ein modulares System an, das jedem Teilnehmer die optimale Lernprogression ermöglichte. Vorgeschaltet war ein Sprachkenntnistest, der gewährleistete, dass jeder Teilnehmer dem Kenntnisniveau entsprechend den Sprachkurs bei uns beginnen konnte. Im Verlauf des Lernprozesses war ein Wechsel in eine andere Modulstufe grundsätzlich möglich. Voraussetzung für die Durchführung dieses modularen Systems war die entsprechend hohe Teilnehmerzahl insgesamt: in diesem Zeitraum konnten etwa 4000 jugendliche und erwachsene Migranten von unserem Angebot profitieren. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
![]() ![]() ![]() Das individuell passende Lernangebot für verschiedene Lerner (Lernungewohnte, Akademiker) basierte auf den langjährig erprobten Differenzierungsinstrumenten des vif: neben den detaillierten Einstufungstests und dem mehrzügigen modularen Kurssystem gehörten Unterrichtsphasen mit kleineren Lern- gruppen und selbstgesteuertes Lernen in unserer Selbstlern- einrichtung Mediothek zur täglichen Praxis. Dort konnten vielfältige Medien, darunter Lernprogramme am PC und im Netz genutzt werden. Den sechsmonatigen Sprachkurs beendeten i.d.R. etwa 2/3 der Teilnehmer mit einer internen vif-Sprachprüfung. 1/3 schloß mit dem europäischen Sprachenzertifikat Sprachstandsanalyse Deutsch der Weiterbildungstestsysteme GmbH ab. BERUFSORIENTIERTE SPRACHKURSE (BOS) ![]() Seit 2001 führte der vif BOS-Kurse durch, die vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert wurden. Diese Aufbaukurse richteten sich vornehmlich an Migranten, die bereits über Grundkenntnisse der deutschen Sprache verfügten, wobei diese Kenntnisse jedoch für eine Arbeitsaufnahme oder berufliche Qualifizierung nicht ausreichten. Der Kurs dauerte drei Monate, umfasste 40 Stunden Unterricht pro Woche und beinhaltete ein dreiwöchiges Berufspraktikum. Die Teilnehmer wurden in jeder Phase sozialpädagogisch begleitet und erhielten Integrationshilfen. Nicht selten wurde den Praktikanten nach Abschluss des Kurses ein Arbeitsplatz angeboten. INTENSIVSPRACHKURS 22.03.2004 – 01.09.2004
Deutschkurs für erwachsene Ausländerinnen und Ausländer gefördert vom BAFL. Dieser Kurs richtete sich an Migrantinnen und Migranten mit einem auf Dauer angelegten Aufenthalt in Deutschland, die älter als fünfzehn Jahre waren und keinen Anspruch auf ander- weitige Sprachförderung hatten. Ziel des Sprachkurses war es, die soziale und berufliche Integration der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Vermittlung von sprachlicher Kompetenz zu fördern. Dazu wurde ein handlungsorientierter Sprachunterricht erteilt, der auf die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit in der deutschen Sprache ausgerichtet war und sich an realen Situationen orientierte. Die Förderung dieser Zielgruppe umfasste den Unterricht von insgesamt 325 Stunden sowie eine sozialpädagogische Betreuung von drei Stunden pro Woche. WEIHNACHTSFEIER AM 20.12.2004 IN DER LANDESSTELLE UNNA-MASSEN Nach der offiziellen Eröffnungsfeier mit der Ministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Birgit Fischer, im Saal der Landesstelle startete gegen 15.15 Uhr bei strahlender Sonne und eisiger Kälte das bunte Treiben auf dem Weihnachtsmarkt. Neben zahlreichen Aktivitäten unterschiedlicher Einrichtungen konnten sich zugewanderte und einheimische Bürger am Stand des vif u.a. über neue Maßnahmen und den Service des BewerberCenters in 2005 informieren. Große Resonanz fand die Tatsache, dass der vif als Träger die Zulassung für die Integrationskurse ab 2005 durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erhalten hat. Vor diesem Hintergrund erläuterten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des vif die Durchführung der Sprachkurse ab Januar.
Informationstag von Weiterbildungsträgern, Beratungsstellen und der Agentur für Arbeit am 05.10.2004 in der Bürgerhalle des Rathauses in Unna An diesem Tag ging es nicht nur um Weiterbildungsangebote, sondern auch um grundlegende Informationen und Beratungen für Frauen. So wurde in der Bürgerhalle zur neuen Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik sowie zu Bildungsgutscheinen und Existenz- gründungen informiert. Vor dem Hintergrund, dass es kaum noch Weiterbildungsangebote gibt, konnten die Besucherinnen an den einzelnen Ständen ver- schiedener Weiterbildungsträger intensive Gespräche führen und sich beraten lassen. Der vif informierte an diesem Tag besonders viele Interessentinnen über das Angebot des BewerberCenters, wo fachkundige Beratungen zu allen Aspekten der Bewerbung angeboten und durchgeführt werden. Fachtagung am 16.07.2004 in Lünen Auf der diesjährigen Fachtagung "Bündnis für Familie - Der Kreis Unna als familienfreundlicher Standort" präsentierte der vif am 16.07.2004 im Hansesaal in Lünen seine Arbeitsschwerpunkte und Ziele. Intensiver Austausch mit kompetenten Fachreferentinnen und Fachreferenten zu relevanten familienpolitischen Fragen machten die Teilnahme an dieser Veranstaltung attraktiv und anregend
SOMMERFEST IN DER LANDESSTELLE UNNA-MASSEN AM 09.07.2004 Auch beim diesjährigen Sommerfest 2004 am 09. Juli in der Landesstelle Unna-Massen konnte der vif über sein Bildungs- und Qualifizierungsangebot informieren: Unter dem Motto „Aufeinander Zugehen“ wurden neue Kontakte geknüpft und bereits bestehende vertieft.
SPRACHE UND BERUF FÜR JÜDISCHE EMIGRANTEN PROJEKT DES MONATS NOVEMBER 2003 08.04.2002 - 14.01.2004 ![]() … eine Erfolgsbilanz maßgeschneiderter Integrationsarbeit DAS PROJEKT Die berufliche Eingliederung von Migrantinnen und Migranten aus der ehemaligen Sowjetunion in den deutschen Arbeitsmarkt verlangt neue Wege und Denkrichtungen in der Integrationsarbeit. Gefragt war ein Gesamtkonzept, das die mitgebrachten Erwartungen, Erfahrungen und Kompetenzen der Zuwanderer über einen gemeinsam erarbeiteten Bildungsplan auf begrenzte arbeitsmarktliche Möglichkeiten abstimmte. Der Verein zur Integrationsförderung (vif) zeigte sich mit Unterstützung der Landesstelle Unna-Massen, der Dortmunder Sozialverwaltung und der Dortmunder Dienste dieser Herausforderung mit vorbildlicher Netzwerkarbeit gewachsen. In nur einem Jahr erhielten die Zuwanderinnen und Zuwanderer auf der Grundlage einer wechselseitigen Verknüpfung von Sprachförderung und Berufsorientierung den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Drei Kurse à zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zuvor einen sechsmonatigen Sprachkurs absolviert hatten, durchliefen jeweils drei Schulungsmodule an deren Ende die Vermittlung in Beschäftigung stand. ![]() Die Neuausrichtung dieses Modells lag im Zusammenspiel einzelfallorientierter Beratung im Übergangsmanagement und Bildungselementen. Was auf bundespolitischer Ebene noch angedacht, gelang hier bereits zur tragfähigen Umsetzung, wie die vergleichslose Erfolgsbilanz dokumentiert. 81% VERMITTLUNGSQUOTE ![]() Auch die Vermittlung in geringfügige Beschäftigung wie auch Probearbeit war angesichts der breiten Kluft zwischen mitgebrachten Qualifikationen und hiesigen Anforderungen des Arbeitsmarktes ein großer Schritt in Richtung berufliche Integration. Resümee Dieser wirtschafts- und sozialpolitische Erfolg des Projekts leistete nicht nur einen Beitrag zur Standortstärkung der Region, sondern gewährleistete darüber hinaus die Annäherung zwischen Zuwanderern und Aufnahmegesellschaft. SINTEGRA EU – Gemeinschaftsinitiative Beschäftigung – Programmteil NOW 01.11.1996 - 28.02.1999 ![]() Das Projekt SINTEGRA wurde im Rahmen einer transnationalen Partnerschaft mit dem Berufsförderungsinstitut (bfi) der Arbeiterkammer und des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) sowie dem Wiener Integrationsfonds durchgeführt. Ebenfalls beteiligt waren lokale Projektpartner wie beispielsweise die Kreishandwerkerschaft. SINTEGRA richtete sich an Migrantinnen ohne wettbewerbsfähige berufliche Qualifikationen. Nachdem der vif sie für eine berufliche Neuorientierung gewinnen konnte, wurden sie in Umschulungsmaßnahmen für Altenpflege und Fleischfachverkauf sprachfördernd begleitet. Das Projekt war modular angelegt: In einem viermonatigen Vorkurs bereiteten wir fachsprachliche und allgemeinbildende Inhalte neu auf, um die Selbstlernbereitschaft zielgruppen gerecht zu fördern. Während des 12-monatigen Praktikums erhielten die Frauen an einem Wochentag Sprachunterricht, der speziell auf die Arbeitspraxis (Arbeitsplatz bezogenes Deutsch) ausgerichtet war. Unterstützt wurde die Förderung durch die kontinuierliche sozialpädagogische Begleitung. Nach 21 bzw. 24 Monaten dauernden Umschulungen bestanden 77 % die Abschlussprüfung. 62 % konnten schließlich in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden. LEONARDO-PROJEKT ![]() Im Rahmen des Leonardo-Projektes Workable Languages beteiligte sich der vif an einem internationalen Erfahrungsaustausch, der den teilnehmenden Akteuren aus Belgien, den Niederlanden, Irland, Schweden und Deutschland fruchtbare Vorlagen zur Weiterentwicklung brachte. Insbesondere handelte es sich dabei um Weiterbildungsmaterialien und Implementierungsmethoden mit dem Ziel eines integrierten Sprachunterrichts. |